Die Kathedrale von Chartres
3. April 2009
Ein wirklich schönes Special hat Geo herausgebracht. Damit das Heft „Magische Orte” auch online gut vermarktet werden kann, gibt es Online ebenfalls ein mehrseitiges Special über die Kathedrale von Chartres.
Bereits in vorchristlicher Zeit wurde am Ort der hochgotischen Kathedrale die „Virgo Paritura” (lat.: „Die Jungfrau, die gebären wird”) verehrt. Karl der Kahle war es, der 876 die Kirche weihte und dem Sanktuarium eine heilige Reliquie übergab: die Tunika der Jungfrau Maria. Der heutige gotische Neubau begann kurz nach dem Jahr 1194 und dauerte bis 1260. Im Jahre 1908 wurde die Kirche zur Basilika minor erhoben, und 1979 in das Register des Kulturerbes der Welt der UNESCO aufgenommen.
Neben dem Baustil weist die Kathedrale noch einige andere Besonderheiten auf, deren Liste zu lang ist, um sie hier alle aufzuführen. Die Gründe hierfür hängen unter anderem mit der vorchristlichen Nutzung des Ortes und dem Baustil zusammen.
Auffälligste Besonderheit ist in der Architektur begründet. In der Regel sind die Kirchenschiffe immer westlich-östlich ausgerichtet, die Kathedrale ist jedoch südwestlich-nordöstlich ausgerichtet. Der gesamte Bau besteht auch aus unüblichen Zahlenverhältnissen. Zur damaligen Zeit ebenfalls komplett unüblich. Noch interessanter wird das Ganze allerdings zur Sommersonnenwende. Bei Sonnenhöchststand fällt durch ein kleines Loch im Fenster Saint-Apoillinaire einen Lichtstrahl auf einen Messingknopf, der im Boden eingelassen ist.
Zusammenhang zum heidnischen, bzw. zu Druiden drängen sich auf. Vor allem der starke Bezug zur Sommersonnenwende lässt diesen Schluss zu.
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