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Neuigkeiten aus der Archäologie

Die ewige Stadt – Virtuelle Tour durch das antike Rom

Die Khan Academy und die internationale Initiative „Rome Reborn“ mit Dr. Bernard Frischer haben in einem gemeinsamen Projekt das alte Rom wieder zum Leben erweckt und erlauben es in einer faszinierenden virtuellen Tour in die damalige „Ewige Stadt“ aus dem Jahre 320 nach Christi Geburt einzutauchen. Das Video verdeutlicht, warum diese Epoche das goldene Zeitalter der römischen Architekturgeschichte darstellt.

Virtuelle Tour durch das antike Rom

Virtuelle Tour durch das antike Rom

Hintergründe zum Projekt

In der Zeit um 320 ab Christi Geburt (320 Anno Domini, kurz AD) konnte Kaiser Konstantin die Macht des Staates erfolgreich zentralisieren, während sich Christen über ihre neu erlangte Religionsfreiheit freuten. Diese kurze Epoche symbolisiert in vielerlei Hinsicht das letzte Hoch des alten Roms, bevor das Römische Reich geteilt wurde und Rom folglich seine Bedeutung für die nächsten Jahrhunderte verlor. Der Zeitraum von Kaiser Konstantin war für die Geschichte der Stadt unter anderem deshalb entscheidend, weil er den Höhepunkt der Bevölkerungszahl und der Stadtentwicklung markiert. Knapp eine Million Einwohner sollen es gewesen sein. Insbesondere im Bereich Architektur brachte die Epoche große Triumphe hervor, weil Konstantin die öffentliche architektonische Entwicklung förderte. Neben eindrucksvollen christlichen Kirchen wurden während dieser Ära nach 320 AD viele weitere beachtliche Bauwerke gebaut. Ein Großteil dessen, was wir heute von Rom kennen und wissen, stammt aus dieser Zeit und den Jahren davor, als Konstantin seinen Aufstieg feierte.

Video zum architektonischen Höhepunkt Roms

Die internationale Initiative „Rome Reborn“ beschäftigt sich in erster Linie mit der Entwicklung digitaler 3D-Modelle, um die Entwicklung des antiken Roms zu veranschaulichen. Die Zeitspanne reicht von den ersten Siedlungen rund 1.000 vor Christus in der späten Bronzezeit bis hin zum frühen Mittelalter rund 550 AD. Das gemeinsame Projekt mit der Khan Academy brachte eine beachtliche virtuelle Tour hervor.

In dem rund 14-minütigen Video kommentieren Dr. Bernard Frischer, Direktor des „Rome Reborn“ Projektes und einer der führenden virtuellen Archäologen, und Dr. Steven Zucker die verschiedenen Gebäude des alten Roms und dessen Funktion. Zu Beginn geht es aus der Vogelperspektive über den Tiber, der bis heute durch die Hauptstadt Italiens fließt. Anschließend folgen Zwischenstationen vorbei am Capitoline Hill und dem Palatine Hill, zwei der sieben Kapitolinischen Hügel Roms. Es folgen viele weitere Elemente des alten Roms wie die antike römische Wasserleitung „Aqua Claudia“ oder die bemerkenswerten Trajansthermen.

Wer sich für die architektonische Stadtentwicklung des antiken Roms interessiert, sollte sich die virtuelle Tour nicht entgehen lassen. Zwar sind die Erläuterungen auf Englisch, doch selbst Architekturfreunde ohne Englischkenntnisse erfahren dank der visuellen Präsentation viel über das Goldene Zeitalter der „Ewigen Stadt“.

Internetseite Rome Reborn: http://romereborn.frischerconsulting.com/


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